11 Jun, 2019

Vom Kollegen zum Vorgesetzten- 5 Tipps für die neue Rolle

  • Gemeinsam über das Management witzeln,

  • Marschrichtungen hinterfragen,

  • das neue Auto des Geschäftsführers hinsichtlich des Einkaufswertes einschätzen,…

all das war für Max Muster (Name anonymisiert) bis vor 3 Wochen noch üblich.

Dann kam alles anders.

Beim Mitarbeiterjahresgespräch beförderte ihn sein Vorgesetzter direkt zum Schichtleiter.

Noch in der darauffolgenden Mittagspause, in der seine Beförderung noch nicht kommuniziert worden ist, fand er sich am langen Tisch mit seinen Kollegen wieder und nahm die üblichen Aussagen zwischen Pausenbrot, Kartoffelsalat und Frikadelle wahr.

„Das Management musste beim Investor wieder vorsprechen, habt ihr schon gehört?

nächstes Jahr werden wir gewiss verkauft und sollen uns jetzt noch ordentlich für die da oben anstrengen…

Geld einsparen und auf der anderen Seite für dicke Karren wieder ausgeben.

Habt ihr schon den neuen SQ7 TDI vom Geschäftsführer gesehen?”

Wie genau fügt man sich in eine derartig neue Rolle ein, unter Berücksichtigung sich selbst dabei treu zu bleiben?

Mit diesen und anderen Fragestellungen kommen Führungspersönlichkeiten zu mir und erhoffen sich eine Stabilisierung ihres Rückrades.

Hier bringe ich die für mich wesentlichen 5 Tipps für Ihre Rollenklarheit auf den Punkt:

  1. Führen oder nicht führen wollen, das ist hier die Frage! Nur wenn Sie tatsächlich führen wollen können Sie eine gute Führungskraft werden… Wollen Sie führen? (Nur bei JA macht es Sinn diesen Beitrag weiter zu lesen)

  2. Was nicht passt wird nicht passend gemacht werden können… Wertekonformität – Welche 3 Werte treiben Sie an und sind diese 3 Werte mit der neuen Rolle in Ihrem Unternehmen vereinbar? Hier geht es zur Werteerarbeitung (ca. 20 Min)

  3. Wer glauben Sie sind Sie (als Führungskraft)? Hinterfragen Sie sich, wer Sie als Führungskraft sein wollen und finden Sie heraus, was Sie aktuell über sich selbst denken. Wachsen Sie mit Ihren Stärken und sein Sie sich Ihrer Schwächen bewusst um sich diesbezüglich fachliche Unterstützungen an die Seite zu stellen. Sie müssen und sollen nicht alles können!

  4. Führen will gelernt sein! Führungskraft zu sein bedeutet gewisse Schlüsselqualifikationen zu beherrschen. Überprüfen Sie diese hier (ca 5 Min). Konkretisieren Sie hieraus Ihre nächsten Entwicklungsschritte und ggf. Schulungen/ Coaching/ Begleitung Ihres Wachstums.

  5. Sie können nicht von allen gemocht werden. Jesus wurde auch nicht von allen gemocht! Zu Führen heißt nicht immer jedem gefallen zu müssen, auch mal unbequeme Entscheidungen zu treffen, Informationen für sich zu behalten, den Blick aus Metaposition einzunehmen, das Große und Ganze im Blick zu behalten. Gerade in Investor geführten Unternehmen erlebe ich es als Trainerin und Coach sehr häufig, dass das Unternehmen auf kontinuierlichen Wachstum ausgerichtet ist und dabei bei der Mitarbeiterschaft vermehrt auf Irritationen stößt. Wenn nichts beständiger als der Wandel ist, sollte die Führungskraft das Motto Aktion versus Reaktion leben und sich eine eigene Klarheit definieren, wenn die Klarheit von anderer Stelle gefühlt fehlt. Was ist das Ziel in meiner Abteilung? Was sind die Schritte zur Zielerreichung? Was benötigt welcher Mitarbeiter zur Unterstützung von dem Team/ von mir? MACHT kommt hierbei dann von MACHEN.

NEHMEN SIE IHRE FÜHRUNG SELBST IN DIE HAND!

Und wenn Sie sich hierbei Unterstützung wünschen:

Leadership Training Level A

Leadership Training Level B

Personal Management Training

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