02 Aug, 2017

So erkennen und behandeln Sie Überlastung bei Ihren Mitarbeitern

Kennen Sie auch so jemanden, wie Uwe?

Uwe ist ein engagierter, fleißiger, kompetenter junger Mann.

Er kommt jeden Tag als Erster zur Arbeit und verlässt das Unternehmen grundsätzlich als Letzter.

Teilweise erhält man seine Emails auch nachts.

Er reißt viele Aufgaben an sich, arbeitet was das Zeug hält und gehört zudem zu Menschen, die man auf ihre Resturlaubszeit, mit der Bitte diese zu nehmen, aufmerksam machen muss.

Und dann gibt es auch Menschen, wie Sandra.

Sandra ist stets zuverlässig, arbeitet die ihr übertragenen Aufgaben ab, geht verantwortungsvoll mit Absprachen um und achtet dennoch auf ihre Arbeitszeit.

Sandra hat daheim auch eine Tochter, um die sie sich kümmert und demnach Beruf und Familie in Balance hält.

Sandra sagt Bescheid, wenn sie Aufgaben nicht mehr annehmen kann oder ihr die Arbeit „über den Kopf wächst“, denn daheim wartet ebenfalls noch eine für sie wertvolle Aufgabe.

Würde Sandra nicht Bescheid sagen, würde man anhand liegen gelassener Arbeit feststellen, dass sie aktuell überfordert ist.

Sandras oberster Wert ist Familie, dicht gefolgt von Verantwortungsbewusstsein.

Diese beiden Werte treiben sie an – und würde sie diesen nicht gerecht werden, würde es sich früher oder später höchstwahrscheinlich gesundheitlich bemerkbar machen.

Welcher Wert treibt Uwe an?

Wussten Sie, dass Uwe vor 3 Monaten von seiner Frau verlassen wurde?

Seit seinem Jobbeginn in Ihrem Unternehmen hat Uwe schwerste Eheprobleme.

Uwes oberster Wert ist Erfolg, denn darüber definiert er einzig und allein sein Glück.

Seine Arbeit hat ihn stets von den negativen Privatsequenzen abgelenkt.

Was genau sind Uwes Lebensziele- mal in die Zukunft geblickt für die nächsten 10 Jahre?

Er ist nun 40 Jahre alt, blass, abgemagert und introvertiert.

Natürlich könnte man her gehen und sagen: „Geht mich nichts an – der Mann macht seinen Job und punkt.“

Vielleicht trägt man als Vorgesetzter aber auch die Verantwortung für die Zufriedenheit seiner Mitarbeiter ein Stück mit.

Wertorientiertes Führen könnte eine langfristige Zufriedenheitsbasis bilden.

Vielleicht könnte man in einem persönlichen Gespräch „face to face“ nach einem ausgiebigen Lob über die bereits erzielten beruflichen Erfolge, der Zufriedenheit seines Engagements und seiner Zuverlässigkeit auch den Bogen zu den Begriffen „Wertvoller Mitarbeiter“ schließen, um damit dem Begriff „Wert“ neu zu begegnen.

„Sag mal Uwe“, jetzt bist Du bereits seit 3 Jahren bei uns.

Du bist einer meiner wertvollsten Mitarbeiter.

Ich möchte mir diesen Wert erhalten!

Darf ich Dir eine persönliche Frage stellen?

(Falls hier ein „Nein“ kommt, bedanken Sie sich für seine Offenheit und bieten Sie ihm an, dass er, sofern er seine Meinung ändern sollte, sich gerne an Sie wenden darf.)

Bei einem „Ja“ könnten Sie fragen:

Uwe, wie geht es Dir aktuell beruflich?

Wo genau siehst Du Dich in 5 Jahren?

Was genau erfreut Dich fern ab von der Arbeit hier?

Wo siehst Du Dich privat in 5 Jahren?

Die Antworten, die Sie erhalten, halten Sie gern mit ihm fest und fragen bei einem nächsten Treffen nach, wie weit fortgeschritten er bereits ist. (Strategie um das Ziel zu erreichen)

Woran genau werde ich als Dein Vorgesetzter feststellen, das Du überfordert/ oder mehr als ausgelastet bist?

Ihr Ziel als Vorgesetzter sollte es sein, eine Stütze zu sein, die einen selbständigen, geraden sowie auch gesunden und langfristigen Wachstum sicherstellt, so dass „die Ernte gemeinsam eingefahren“ werden kann.

Stütze Sie noch heute, um eklatant zu verändern und langfristig, gesunden Erfolg sicherzustellen!

P.S. Weniger Früchte heute bedeuten oftmals langfristig dennoch mehr Früchte!

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